Nachtrag (25.01.2024):
Ich kontaktierte das MVZ per Email & schilderte noch einmal ausführlich meine Bedenken. Am selben Tag bekam ich von einer willkürlichen Schwester die Antwort, dass die Wurzelbehandlung doch immer eine Kassenleistung sei, was einfach nicht den Tatsachen entspricht (sie ist nur eine Kassenleistung, wenn der Zahn vom HAUSZAHNARZT als erhaltungswürdig eingestuft wird – mein Hauszahnarzt ist aber nicht bei dieser Praxis angestellt & meint selbst, dass er nicht erhaltungswürdig ist!). Sollte ich aber eine Zahnziehung bevorzugen, kann ich auch das machen lassen – keine Aufklärung bezüglich dieser Alternative, nur eine sehr kurze Email mit Grammatikfehlern & falschen Behauptungen.
Damit hat sich die Sache für mich erledigt & ich werde mir einen anderen Arzt suchen. Dafür, dass diese Praxis ein gewinnorientiertes Unternehmen (GmbH!) ist, habe ich noch nie so eine unterirdische Kommunikation sowohl vor Ort, als auf telefonisch & per Email erlebt! Es wird einem eine Behandlung aufgedrängt und Patienten dafür auch angelogen, wenn es passt. Wenn keiner Bock hat, da wird man eben mal am Telefon auch einfach weggedrückt, während die Masse an Schwestern hörbar im offen gelassenen „Staff Room“ & am Empfang in der oberen Etage über Privates tuschelt. Nicht zu empfehlen!
Original (24.01.2024):
Ich wurde Ende 2023 von meinem Hauszahnarzt an Dr. Steidl zwecks Weisheitszahnentfernung & einer telefonischen Rücksprache bezüglich eines abgestorbenen Zahnes, an dessen Wurzelspitze eine Zyste nachgewiesen wurde, verwiesen.
Während der Erstberatung fühlte ich mich regelrecht überrumpelt. Die beratende Ärztin, die gar nicht für die OP zuständig sein wird, erklärte mir ausführlich den Ablauf einer Wurzelbehandlung samt Wurzelspitzenresektion, ebenso wie die Entfernung der Zyste & die Füllung des Hohlraums mit einer Matrix nach Entfernung des Sacks – das alles unter Rausch, da die Behandlung zwei Stunden dauern soll. Es wurde allerdings so erklärt, als würde mein Zahn unter die Kassenleistung fallen, was er durch die Größe des Kanals nicht tut. Der Frau mit ausländischem Akzent musste ich wiederholt erklären, dass dies mein Hauszahnarzt zu entscheiden hat, trotzdem gab sie mir schon alle Papiere mit & ich soll nur das unterschreiben, was ich machen lassen möchte – faktisch steht so erst am OP-Tag fest, was überhaupt gemacht werden soll, was nicht nur unprofessionell klingt, sondern jeden Arzt verärgern würde (jedenfalls ist das die Ansicht meines Hauszahnarztes).
Ich sprach zu meinem letztem Kontrolltermin meinen Hauszahnarzt darauf an & er wusste sichtlich nichts von irgendwas, trotz der telefonischen Rücksprache; weder vom anstehenden Termin, noch was mir als Prozedur vorgeschlagen wurde. Er warnte mich davor, dass die Praxis möglicherweise Geld mit mir machen möchte & versuchte, die Sache telefonisch zu klären und mitzuteilen, dass ich einen Zahnersatz in Form einer Brücke bevorzugen würde. Beim ersten Versuch ging keiner ans Telefon, beim zweiten Versuch wurde mein Hauszahnarzt weggedrückt. Er sagte danach, dass er sowas auch noch nicht erlebt habe, zumal er schon sehr lange mit Steidl zusammenarbeitet.
Ich muss nun die Sache persönlich vor Ort klären, was mir als Angstpatientin nicht hilft, sondern eher starkes Misstrauen gegenüber dieser Gemeinschaftspraxis hervorruft. Und das auch in Anbetracht dessen, dass ich als Kind schon einmal zum Röntgen zu Steidl hingeschickt wurde & die damals schon existierende Zyste NICHT erkannt worden war, nur weil der Zahn, der jetzt gemacht werden soll, einen Großteil des Hohlraumes verdeckte, da er gerade erst am Durchbrechen war.
Sollte das Team auch auf meinem Wunsch, den Zahn lieber durch eine günstigere und zeitsparende Brücke zu ersetzen, entweder abweisend oder ablenkend reagieren & stattdessen weiter an der Wurzelbehandlung mit den versteckten Privatkosten festhalten, werde ich gezwungen sein, mir einen anderen Chirurgen zu suchen. Ich hoffe natürlich, dass sich die Angelegenheit klären lässt, aber mein vollstes Vertrauen kann ich dieser Praxis derzeit nicht attestieren.