Kristina Kirilova
07. May 2026
Ein äußerst unangenehmes und arrogantes Verhalten. Noch bevor überhaupt mein Mund untersucht wurde, ohne Untersuchung, ohne Röntgenaufnahme und ohne den betroffenen Zahn überhaupt gesehen zu haben, wurde mir direkt gesagt, dass der Zahn „nicht mehr behandelbar“ sei. Und selbst wenn ein Zahn am Ende wirklich nicht mehr erhalten werden kann, sollte man einen Patienten mit starken Schmerzen trotzdem zuerst untersuchen, eine Röntgenaufnahme machen und sich den Zahn überhaupt ansehen, bevor sofort solche Aussagen getroffen werden. Gerade in einer akuten Situation mit Schmerzen wäre es normal, zumindest eine vorübergehende Behandlung einzuleiten oder einen Antibiotika-Schutz zu empfehlen, wenn der eigentliche Termin erst in vier oder fünf Tagen möglich ist. Seit Jahren höre ich leider solche Aussagen von Zahnärzten, die lieber sofort Zähne ziehen möchten, anstatt überhaupt zu versuchen, einen Zahn zu erhalten – besonders bei größeren Brücken und komplizierten Konstruktionen. Zusätzlich wurde von mir praktisch erwartet, eine große 14-gliedrige Brücke entfernen zu lassen, obwohl mir gleichzeitig keinerlei Garantie gegeben werden konnte, dass diese beim Entfernen nicht beschädigt oder zerstört wird. Wenn eine solche Brücke bricht, bleibt der Patient im schlimmsten Fall ohne Zähne und mit enormen zusätzlichen Kosten zurück. Genau deshalb erwartet man vor solchen Aussagen zuerst eine gründliche Untersuchung, eine Röntgenaufnahme und die Prüfung aller Möglichkeiten, den Zahn und die bestehende Brücke zu erhalten. Gerade bei einer so großen Versorgung sollte man äußerst vorsichtig und verantwortungsvoll vorgehen. Patienten erwarten von einer Zahnarztpraxis Kompetenz, Untersuchung und den Versuch, Zähne zu erhalten – und nicht sofort die einfachste Lösung.