Diptam
22. May 2026
Ich habe diese Praxis in einer akuten Situation aufgesucht und bereits im Anamnesebogen angegeben, dass ich traumatisiert bin, an Depressionen leide und deshalb als Angstpatientin besonderen Wert auf einen ruhigen und empathischen Umgang lege. Umso enttäuschender war die Erfahrung, die ich dort machen musste. Positiv hervorheben möchte ich, dass ich kurzfristig eingeschoben werden konnte. Auch die Praxisräume wirken modern und angenehm gestaltet. Leider hatte ich schon beim ersten Gespräch mit Dr. Brodner das Gefühl, emotional nicht ernst genommen zu werden. Noch bevor überhaupt über meine Beschwerden gesprochen wurde, wollte er wissen, wodurch ich traumatisiert worden sei. Da ich darüber nicht sprechen wollte, entstand direkt eine unangenehme Atmosphäre. Ich hatte mehrfach das Gefühl, nicht ausreden zu dürfen. Als ich die Vorgeschichte einer fehlgeschlagenen Wurzelbehandlung schildern wollte, wurde ich wiederholt unterbrochen und musste zweimal darum bitten, meinen Satz beenden zu dürfen. Der Tonfall des Arztes war dabei scharf und ungeduldig. Aussagen wie „Ja dann sagen Sie es doch!“ oder „Ich rede doch deutlich!“ empfand ich als unangemessen und respektlos, unabhängig davon, ob jemand traumatisiert ist oder nicht. Im weiteren Verlauf entstand bei mir der Eindruck, dass wenig Interesse daran bestand, meine Vorgeschichte bzgl. meines Zahns wirklich zu verstehen oder auf meine Situation einzugehen. Stattdessen folgte ein langer Monolog mit vielen Fachbegriffen über den allgemeinen Zustand meiner Mundhöhle, ohne dass für mich klar wurde, welche konkrete Behandlung überhaupt vorgeschlagen wird. Die Kommunikation wirkte auf mich herablassend und wenig empathisch. Als ich schließlich ehrlich sagte, dass ich kein Vertrauen aufbauen könne und den Eindruck habe, dass keine Erfahrung im Umgang mit Trauma-Patienten besteht, wurde das Gespräch mit den Worten „Dann können wir das hier beenden“ und „Schade um die Zeit“ beendet.