Semih Karagül
10. June 2026
Ich war über 10 Jahre Patient dieser Praxis. Nach meinem heutigen Erlebnis kann ich diese Praxis ausdrücklich nicht mehr empfehlen. Es ging um einen abgebrochenen Zahn, der weiterhin nur provisorisch versorgt war. Ich hatte bereits zuvor darauf hingewiesen, dass ich ca. 1,5 Stunden Anreise habe und es für mich eine erhebliche Belastung ist, wegen einzelner kleiner Behandlungsschritte immer wieder neu anzureisen. Gerade deshalb war mir wichtig, dass die Behandlung sinnvoll geplant wird und nicht jedes Mal nur ein kleiner Teil gemacht wird. Beim heutigen Termin wurde mir sinngemäß mehrfach vermittelt, dass für meine Behandlung eigentlich nicht ausreichend Zeit eingeplant sei. Es sollte wieder nur ein Teil gemacht werden, der Rest dann beim nächsten Mal. Genau das war für mich nicht mehr nachvollziehbar. Wenn eine Praxis einen Patienten mit weiter Anreise und einem nur provisorisch versorgten abgebrochenen Zahn einbestellt, erwarte ich eine ordentliche Terminplanung und keine Behandlung „wie am Fließband“. Ich habe deshalb gesagt, dass wir unter diesen Umständen heute nicht anfangen müssen, wenn ohnehin mehrfach erklärt wird, dass eigentlich keine ausreichende Zeit vorhanden ist. Mein Anliegen war nicht, die Behandlung grundsätzlich zu verweigern, sondern einen ordentlich geplanten Termin mit ausreichend Zeit zu bekommen, damit der Zahn vernünftig behandelt werden kann. Am Empfang wollte ich daraufhin schlicht einen neuen, ausreichend langen Termin vereinbaren. Eine Mitarbeiterin war bereits dabei, einen Termin zu suchen. Dann mischte sich eine 2. Mitarbeiterin ein und verlagerte das Gespräch aus meiner Sicht unnötig auf meinen angeblichen „Ton“, statt mein eigentliches Anliegen zu bearbeiten. Ich habe klar gesagt, dass ich lediglich einen Termin brauche, bei dem sehr viel Zeit eingeplant ist, damit mir nicht erneut erklärt wird, dass man eigentlich keine Zeit habe. Statt diese einfache organisatorische Bitte sachlich zu lösen, eskalierte die Situation aus meiner Sicht völlig unnötig. Dr. Philipp Röhm war nicht der ursprünglich behandelnde Arzt in dieser konkreten Situation und auch nicht von Anfang an Teil des Gesprächs, griff aber sofort ein, bewertete die Lage einseitig und forderte mich auf, die Praxis zu verlassen. Auf meine Nachfrage, was ich konkret falsch gemacht haben soll, erhielt ich keine nachvollziehbare Erklärung. Plötzlich ging es nicht mehr um die medizinische Versorgung oder einen neuen Termin, sondern darum, dass meine Art zu sprechen angeblich nicht akzeptabel sei. Ja, ich war verärgert und fordernd — nach mehrfacher Zeitknappheit, langer Anreise und laufender provisorischer Versorgung halte ich das für nachvollziehbar. Ich habe aber niemanden bedroht, niemanden beleidigt und war nicht respektlos. Ich wollte einen realistisch geplanten Termin. Daraus eine derartige Eskalation zu machen, empfand ich als völlig unverhältnismäßig und unprofessionell. Besonders kritisch: Dr. Röhm griff mich am Anfang der Situation am Arm, er selber war zu dem Zeitpunkt des Gesprächs noch im Behandlungsraum, als er dann rausrannte. Ich empfand die Art und Weise als aggressiv, körperlich übergriffig und völlig unangemessen. Ein Arzt sollte in so einer Lage deeskalieren, zuhören und den Sachverhalt klären — nicht Patienten körperlich anfassen und die Situation weiter verschärfen. Am Ende wurde mir die weitere Behandlung in dieser Praxis verweigert. Ich erhielt keinen Ersatztermin, keine Überweisung, keine konkrete Versorgungsalternative und keine schriftliche Bestätigung. Und das trotz laufender Behandlung, abgebrochenem Zahn, Provisorium und über 10 Jahren Patientenhistorie. Für mich ist das ein massives Warnsignal. Wenn ein langjähriger Patient lediglich eine ordentliche Behandlung mit ausreichend Zeit verlangt und am Ende ohne Lösung abgewiesen wird, sagt das aus meiner Sicht sehr viel über den Umgang mit Patienten in Konfliktsituationen aus. Den Vorgang habe ich an die zuständigen Stellen weitergegeben. Mein Vertrauen in diese Praxis ist vollständig zerstört.