erkan tunur
05. June 2026
Ich schreibe nur sehr selten Bewertungen – und wenn, dann meistens positive. Schlechte Erfahrungen behalte ich normalerweise für mich. Diesmal mache ich eine Ausnahme, in der Hoffnung, dass der verantwortliche Chef sie endlich einmal liest und ernst nimmt. Vorweg: Die Dame an der Rezeption muss mich nicht anlächeln und muss mir auch nicht „Hallo“ sagen. Darum geht es mir nicht. Aber sie hat kein Recht, mich von oben herab anzufahren – und genau das tut sie leider immer wieder, obwohl sie mich inzwischen gut kennt. Heute war es so: Ich habe meinen Namen buchstabiert, sie fragte nach meiner Krankenkasse. Ich habe gesagt, dass ich privat versichert bin. Daraufhin bot sie mir einen Termin an, der fast einen Monat entfernt ist – obwohl meine Füllung kaputt ist, ich nicht richtig kauen kann und es bei kalt und warm sofort wehtut. Das muss dringend wieder verschlossen werden. Als ich das erklärte, bestand sie darauf, ich müsse sagen, dass ich „Schmerzen“ habe. Ich habe ehrlich gesagt: starke Dauerschmerzen habe ich nicht, aber ich kann nicht beißen und nichts Warmes oder Kaltes trinken. Statt mir zu helfen, hat sie die ganze Zeit mit mir diskutiert, gestritten und mir aggressiv vorgeschrieben, was ich zu sagen habe. So einen Ton darf niemand mit mir anschlagen – und mit anderen Patienten genauso wenig. Es ist nicht das erste Mal. Auch bei der Terminvergabe dasselbe Spiel: Ich sage jedes Mal, dass ich arbeiten muss und einen Termin um acht Uhr morgens nicht wahrnehmen kann – und genau den bekomme ich dann doch. Das hat sich inzwischen fünf, sechs Mal wiederholt. Einmal hat sie mich sogar vier Stunden warten lassen; erst als ich gegangen bin, um zu arbeiten, hat man mich zurückgeholt und sich entschuldigt – sogar der Chef hat sich entschuldigt. Ich bin selbst Unternehmer und habe Mitarbeiter. Meine Leute stehen im Sommer bei 50 bis 60 Grad in der Küche, schneiden und verbrennen sich regelmäßig die Hände – und bleiben trotzdem zu jedem Gast freundlich, selbst bei einer Portion Pommes für einen Euro. Ich würde der Dame gerne anbieten, einen Tag bei mir zu arbeiten: am heißen Fett, unter Zeitdruck, in der Hektik, mit hungrigen und manchmal aggressiven Kunden. Danach würde sie ihren Arbeitsplatz ganz neu zu schätzen wissen – klimatisiert, sauber und ruhig. Und trotzdem empfängt sie die Patienten mit abweisenden, fast feindseligen Blicken. Übrigens: Ein Blick in die Google-Bewertungen zeigt, dass es genug 1-Sterne-Bewertungen gibt, die genau dieselben Probleme am Empfang beschreiben. Ich bin also offensichtlich nicht der Einzige. Ich hoffe, der Chef spricht endlich ein klares Wort mit seiner Mitarbeiterin und macht deutlich, wie man mit Patienten umgeht. Und an die Dame selbst: Wenn Ihnen die Freude an der Arbeit fehlt, lassen Sie es bitte nicht an den Patienten aus. Mir geht es ausdrücklich nicht um die Behandlung selbst, sondern allein um den Umgang an der Rezeption. Beim nächsten Mal möchte ich von jemand anderem bedient werden.