Moritz Krause
03. May 2026
Zunächst möchte ich mich ausdrücklich bei Dr. Schneider bedanken. Er ist ein außergewöhnlich empathischer und engagierter Arzt. Besonders beeindruckt hat mich, dass er mir sogar über Weihnachten und Neujahr hinweg – also während seines Urlaubs – auf meine E-Mails geantwortet und versucht hat, mir aus der Ferne zu helfen. Das ist absolut nicht selbstverständlich und werde ich ihm nie vergessen. Leider steht diese persönliche Erfahrung im starken Kontrast zu meinem Gesamterlebnis in der Praxis. Ich war in den letzten fünf Monaten sehr häufig aufgrund starker und anhaltender Zahnschmerzen in Behandlung. Trotz dieser vielen Besuche und meiner immer wieder klar geäußerten Beschwerden – die sich konstant auf dieselben Bereiche bezogen – hat jedoch kaum eine wirkliche Behandlung stattgefunden. Untersuchungen wie Röntgen blieben ohne eindeutigen Befund, und die Maßnahmen beschränkten sich über Monate hinweg im Wesentlichen auf eine Schienentherapie, den Rat zum Ölziehen mit Kokosöl sowie das wiederholte Auftragen eines Desensibilizers (z. B. Gluma) auf die betroffenen Zähne. Obwohl die Schmerzen konstant stark waren und sich über Wochen und Monate hinweg nicht gebessert, sondern eher verschlimmert haben, wurde keine weiterführende Diagnostik oder gezielte Behandlung eingeleitet. In der vergangenen Woche eskalierte die Situation schließlich so stark, dass ich nicht einmal mehr trinken konnte. Am Montag lag ich weinend vor Schmerzen auf dem Behandlungsstuhl. Dennoch wurde erneut lediglich ein Desensibilizer auf den hauptverdächtigen Zahn aufgetragen – weitere Maßnahmen erfolgten nicht. Auch am darauffolgenden Tag, als ich weiterhin unter extremen Schmerzen litt, wurde mir mitgeteilt, dass man nicht weiter wisse und ich wurde in die Mund-Kieferchirurgie-Notaufnahme überwiesen. Für Mittwoch hatte ich ursprünglich noch einen Termin in der Praxis. Als ich dort erschien, wurde mir an der Rezeption mitgeteilt, dass dieser abgesagt worden sei – ohne dass ich darüber informiert wurde. Die Begründung war, dass mit der Überweisung in die Notaufnahme das „Kapitel“ für die Praxis abgeschlossen sei und man nichts mehr für mich tun könne. Was mich dabei besonders enttäuscht hat: Obwohl mehrere Ärzte vor Ort waren und sich intern mit der Empfangsdame abgestimmt haben, hat sich keiner von ihnen persönlich die Zeit genommen, mit mir zu sprechen. Die gesamte Kommunikation lief ausschließlich über die Empfangsdame als Vermittlerin. Mir wurde lediglich ausgerichtet, dass ich zwar bleiben könne, dies aber nichts ändern würde. Es wurde weder persönlich erklärt, warum der Termin abgesagt wurde, noch wurde nachgefragt, wie es mir geht oder was bei der Untersuchung in der Mund-Kieferchirurgie herausgekommen ist – obwohl ich weiterhin unter massiven Schmerzen litt und kaum noch trinken konnte. Erst in einer anderen Zahnarztpraxis wurde schließlich die Ursache festgestellt: Ein Zahnnerv war bereits abgestorben, ein weiterer stark entzündet – genau in den Bereichen, die ich über Monate hinweg immer wieder als schmerzhaft beschrieben hatte. Innerhalb von zwei Tagen mussten dort zwei Wurzelbehandlungen durchgeführt werden. Rückblickend ist es für mich sehr schwer nachvollziehbar, warum trotz der zahlreichen Besuche und der anhaltend starken Schmerzen über einen so langen Zeitraum hinweg keine konsequente Diagnostik oder tatsächliche Behandlung erfolgt ist. Umso bedauerlicher ist es, dass das außergewöhnliche Engagement von Dr. Schneider nicht das Gesamtbild dieser Praxis widerspiegelt.