Anna Brunsch
23. April 2026
Ich bin gerade einfach nur enttäuscht und verletzt. Ich habe diese Praxis bewusst gewählt, weil sie sich auf Angstpatienten spezialisiert hat – und ich bin ein extremer Angstpatient. Allein ein Röntgenbild kann bei mir zu Ohnmacht führen. Trotzdem habe ich mich hier behandeln lassen, habe mehrere Eingriffe OHNE Betäubung durchgestanden und der Ärztin vertraut. Es hat immer funktioniert, weil sie einfühlsam war und auf mich eingegangen ist. Heute war ich für eine reine Besprechung da – extra ohne Beruhigungstablette, weil ja nichts gemacht werden sollte. Im Gespräch ging es dann um das Abschleifen eines Zahns für eine Krone, und dabei wurde später gesagt, dass das nur mit Betäubung gemacht wird. Ich habe immer erklärt, dass wir bisher immer alles ohne Betäubung versucht haben und es auch funktioniert hat – und dass ich mir gewünscht hätte, es zumindest wieder so zu probieren. Statt darauf einzugehen oder gemeinsam einen Weg zu finden, wurde zunehmend Druck aufgebaut. Ich habe gemerkt, wie ich die Kontrolle verliere, keine Luft mehr bekomme – und musste die Praxis fluchtartig verlassen. Draußen hatte ich eine starke Panikattacke und habe über 30 Minuten gebraucht, um mich wieder zu beruhigen. Und dann kam der schlimmste Teil: Statt Verständnis oder Nachsorge wurde meinem Mann später am Telefon mitgeteilt, dass ich dort NIE WIEDER behandelt werde – selbst im Schmerzfall nicht. Für eine Praxis, die mit „Angstpatienten“ wirbt, ist das für mich absolut unverständlich. Ich fühle mich im Stich gelassen und einfach aussortiert, weil es schwierig wurde. So sollte man mit Angstpatienten nicht umgehen.